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Wenn ihr also einmal abzählt, ausgehend von der leeren tiefen E-Saite, 5 Bünde nach oben, dann kommt ihr zum Ton “A”. Moment! Das kann kein Zufall sein, denn die nächst höhere Saite ist ja die A-Saite. Von der A wieder 5 Bünde aufwärts zählen: Es kommt der Ton “D”, der euch (z. B. auch beim traditionellen Stimmen) zur D-Saite führt. Erkenntnis: Mit Ausnahme der H-Saite ist die Gitarre in Quarten gestimmt. (Schreibt jetzt bitte kein Mail! Ich weiß es wirklich nicht, warum die H-Saite eine H-Saite und keine C-Saite ist, was natürlich dazu führen würde, dass die hohe e-Saite eigentlich eine F-Saite sein müßte!) Der Gitarrengriff für das Quart-Intervall ist also einfach, zwei Saiten nebeneinander im selben Bund zu greifen (mit Ausnahme des Saitenpaars G- + H-Saite). Wenn der Ton-Abstand der Quinte dann nochmal 2 Halbtöne/Bünde größer sein soll, dann heißt das für diesen Gitarrengriff: Ein beliebiger Ton auf einer Saite (als Grundton) zusammen mit dem Ton der nächst höheren Saite, der zwei Bünde weiter oben liegt: Das ist die Quinte! (Wieder mit der Ausnahme für G- und H-Saite) |
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Jetzt aber rein in die Praxis mit einem einfachen Beispiel. Schaut euch zunächst die Innenseite eurer rechten Hand an, teilt die Handfläche (ohne Fingerbereich) in 4 Viertel. Mit dem linken unteren Viertel dämpft ihr direkt vorm Steg gleichzeitig die Saiten ab, die ihr mit Daumen/Zeigefinger (besser Plektrum!) anschlagt. Legt diesen Teil des Handballens also sachte auf die Bass-Saiten der Gitarre - genau dort, wo die Schwingfähigkeit der Saiten an der Bridge endet. Ihr greift den Quint-Griff mit Zeigefinger (2. Bund E-Saite) und Ringfinger (4. Bund A-Saite). Angeschlagen wird der 4/4-Takt in Achtel und nur mit Abwärtsanschlägen. Wenn das keine Probleme bereitet, dann versucht die Zählzeit “2u.” zu betonen, indem ihr diese etwas stärker anschlagt und nur für diese eine Zählzeit die Dämpfung mit dem Handballen kurz abhebt. |
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Wenn ihr den definitiven endgeilen Rock-Rhythmus spielen wollt, dann betont die Zählzeiten “1” und “2u.”. Die E-Gitarreros sollten allmählich den Verzerrer aufdrehen!!! |
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Im Prinzip handelt es sich im 4. Takt um das Intervall der kleinen Terz: Ausgehend vom G# als Grundton sind es bis zum H (2. B. A-Saite) 3 Halbtöne/Bünde. Wenn man aber zu einem Akkord einen zusätzlichen Bass-Ton spielt und möchte nicht, dass der ganze Akkord nun nach diesem eingeschobenen Bass-Ton umbenannt wird, dann schreibt man den Namen des ursprünglichen Akkords und hinter einem Schrägstrich dann den hinzugefügten neuen Bass-Ton. Trotzdem ist meine Schreibweise immer noch nicht 100% korrekt, denn wenn man dieses Beispiel statt mit Quinten mit vollen Akkorden spielen wollte, dann hieße es richtig: a-moll - C-Dur - e-moll - e-moll/G#. |
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Während die Quint-Griffe verzerrt vor allem in der härteren Rockmusik und unverzerrt auch im Pop-Bereich vorkommen, sind die Quart-Griffe mit heftiger Verzerrung sehr häufig im Metal-Bereich anzutreffen. |
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Und zu guter letzt noch ein Riff, das es wirklich in sich hat. Die Schwierigkeit liegt darin, dass 2 Achtel-Anschläge des gleichen Griffs nicht zu der selben Zählzeit gehören. Und das ist für den Einsteiger ziemlich verwirritierend. |
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Wenn ihr schon 2-3 Verzerrer hintereinander geschaltet habt. Wenn ihr die Tonabnehmer in der Gitarre schon so hoch geschraubt habt, dass sie fast die Saiten berühren. Wenn alle Volumen-Regler am Verstärker auf “10” stehen + Bässe und Höhen auf 10 + Mitten runter auf ca. 3. Wenn ihr die Erweiterungsbox schon angeschlossen habt ... und wenn dann immer noch nicht genug Power rauskommt, dann stimmt die Gitarre mal 2 Halbtöne tiefer und spielt die Riffs dieses Workshops nochmal! Ist das geil, ist das laut? |
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Viel Spass und Erfolg beim Üben! (Und wenn ich schon dabei bin, i-Tüpfelchen-Tipps für den E-Gitarren-Hammersound zu verraten, dann ist dies zwar kein weiteres Geheimnis - sondern eher eine Ermahnung - aber frische Gitarrensaiten sind einfach immens wichtig!) |
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